Schläfer | Ruheraum

Antichambre im Hotel Friends Düsseldorf

Das Virus ist ein Medium und der Schläfer sein Agent in Latenz. Untergründig genug ist es im Hotelkeller, wo das Innen zum Außen wird, weswegen Susanne Ristow ihre Zeichnungen und Schriftzüge wie sonst auf der Straße direkt auf die Wände appliziert. Die Serie der „Schläfer“ steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der von ihr betriebenen „Kulturvirologie“ und der Untersuchung viraler Medien wie Bücher, Graphiken, technische Reproduktionen und digitale Informationen. Beim Anblick des zentralen Kühlraumes in dem ungewöhnlichen Ausstellungsraum war ihr und Martin Bochynek direkt klar, dass jetzt noch ein Spezialagent aktiviert werden musste: Ralf Berger. Seine neue Performance im „Ruheraum“ wird nur am Eröffnungsabend am 4. Mai als ein gewagtes Spiel zwischen avancierter Übertragungstechnologie und existentieller Körpererfahrung zu erleben sein. Am 12. Mai ist die Ausstellung zum letzten Mal zu sehen und ab 21 h wird die Finissage im WP8 fortgesetzt.

Schläfer

Dionysus Calling at Wine & Drugs Ravello

Dionysisches Raumkonzept für edle Weine und andere Rauschmittel

Am Golf von Neapel ist die pagane Tradition heidnischer Bacchanalien höchst lebendig, bei manch einem Fest mit endloser „Tamurriata“, dem antiken Tamburinklang mit Sogwirkung, werden alle Grenzen des kulinarischen und alkoholischen Genusses infinitesimal ausgedehnt, Dionysus Calling! Eine Konzentration dionysischer Qualitäten findet sich im erstklassigen Weingeschäft „Wine & Drugs“, Zentrum besonderer Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen aus aller Welt im über den Wolken gelegenen Ravello an der Amalfiküste. In Kooperation mit dem neapolitanischen „Cartapestaio“ Claudio Cuomo, der das barocke Handwerk künstlerischen Papiermachés beherrscht, hat Susanne Ristow für „Wine & Drugs“ eine ganz spezielle Raumgestaltung geschaffen in Anlehnung an den antiken Brauch, Peperoni und andere Hörner als dionysisches Apotropaion „Il Corno“ einzusetzen. Non è vero, ma ci credo – Es ist nicht wahr, aber ich glaube daran, sagt man in Neapel. Doch sollte auch an die Warnung der Kunstwissenschaftlerin Camille Paglia erinnert werden: The dionisic is no picnic.

 

Finissage im Museum Kunstpalast

Finissage der Viren-Aktion im Museum Kunstpalast

12. März 15 – 17 h

Am kommenden Sonntag besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, die komplette, wild mutierende Installation zur Aktion „Vorsicht, ansteckend! Experimente mit Bildern“ im Museum Kunstpalast anzusehen. Inzwischen haben sich die Viren auch in der Museumssammlung ausgebreitet und viele Besucher haben sich unter der Adresse #museumsatelier #kunstpalast auf Instagram die Fotos aus den vergangenen Monaten angesehen und kommentiert. Auch den Weg auf die Performanceplattform fanden viele Mutige von ihnen! Auf diesem Wege herzlichsten Dank an alle Kollaborateure und Virenschleudern.

Vorsicht, ansteckend! Experimente mit Bildern

Museum Kunstpalast Düsseldorf

9. 1. – 12. 3. 2017

Wie entstehen neue Ideen und wie werden sie weitergegeben? Wie verbreiten sich Bilder und Informationen in den Medien? Warum ist ein Computervirus so ansteckend?

In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Susanne Ristow wird in dieser Aktion das Eigenleben von Kunstwerken erforscht. Im kunstvirologischen Prozeß wird mit Mutationen und Rekombinationen von Bildern und Ideen experimentiert. Mithilfe vielfacher Kopien von Exponaten im collagierten Mix mit anderem Bildmaterial und eigenen Informationen entsteht eine ständig wachsende raumgreifende Installation, die sich möglicherweise vom Museum in den urbanen Raum und in das Internet ausbreitet. Auch Schulen können zum Ort der kaum kontrollierbaren Ansteckung werden. Alle sind eingeladen, unter #museumsatelier #kunstpalast auch in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden.

Di, 7. 2. 15 h FORUM KUNST Susanne Ristow im performativen  Künstlergespräch

SO, 12. 3. 15 – 17 h FINISSAGE

 

Amalfikeramik

Zeit für Alles

Zwischen dem Schreibtisch im Treppendorf Pontone mit Blick auf Amalfi und der Keramikwerkstatt im ältesten Ort der Amalfiküste Scala liegen ca. 800 Treppenstufen, dagegen erscheinen die 600 Stufen abwärts zum Hafen von Amalfi ein Kinderspiel, beides ist so motivierend, daß es wochenlang zu Fuß hin und her geht…..ab und zu ein Abstecher zu den Freunden in Ravello, Ausstellungsbesuche in Neapel und die Besprechungen zur neuen Medusen-Edition bei Vittorio Avella in Nola, der Stadt Giordano Brunos.

Lektüre „Le Persone e le cose“ von Roberto Esposito, die Gesellschaft guter Freunde, hellenische Rebsorten, einfaches köstliches Essen und immer wieder Experimente mit der Alchemie der Keramik. Leben, wie es sein soll. Grazie, amici! Siete grandi!

 

 

 

 

DISCOMEDUSAE in der CAPRIGARAGE

discomedusae_150Kooperation mit dem Qualleninstitut

DISCOMEDUSAE, der lateinische Name für Schirm- oder Scheibenqualle, ist Leitfigur der LECTURE und VIDEOINSTALLATION von Kathrin Dreckmann und Verena Meis. Das von ihnen begründete QUALLENINSTITUT – ein fiktiver Raum, ebenso diaphan und dehnbar wie das Tier selbst – spürt dem bisher verkannten oder als monströs-giftige Erscheinung abgetanen Tier als Denk-, Bewegungs- und Soundfigur nach.

»Den unbeschwertesten, geschmeidigsten, wollüstigsten aller Tänze sah ich auf einer Leinwand, auf der große Medusen gezeigt wurden …«   (Paul Valéry)

Susanne Ristow präsentiert am 20. August ihre fluoreszierende Quallenproduktion der letzten Monate, zu der auch neue Keramiken vom Golf von Neapel gehören und Markim Pause liest seine Erzählung „Die Herrschaft der Quallen“ –  sogar spezielle kulinarische Angebote wie den allseits beliebten Quallensalat werden neben anderen Spezialitäten des Hauses für die Gäste bereitgehalten.
Wer es am Samstagabend nicht schafft, kann noch am Sonntag, den 21. August,  von 15 – 19 h vorbeikommen.

Neuzugang bei den Einsamen Helden

One

Bei den Einsamen Helden hat es nach einem Jahr des Abschieds von einem guten Freund, der uns im April 2015 verlassen hat, einen Neuzugang gegeben. Die raumgreifende Installation ist schon seit Jahren nicht mehr ausgestellt worden, ist aber wie die meisten von Ristows großen Installationen und Serien auf ständigen Zuwachs angelegt. Ebenso wie beim Umgang mit Filmstills, die zum wiederoberten, greifbaren Bild transformiert werden, geht es bei der Produktion von One um eine Erfahrung der Nähe. Im Juli 2016 wird das Bild nach Italien an den Wirkungsort des verstorbenen Freundes in Ravello gebracht.

 

Medusische Sphären in der Langen Nacht der Museen | Düsseldorf

Medusische Sphären

Zur „Langen Nacht der Museen“ wird Susanne Ristow vom Qualleninstitut Düsseldorf eingeladen, eine wundervolle Veranstaltung im FFT Kammerspiele mitzugestalten. Vom Qualleninstitut inspiriert läßt Ristow beim Kunstfestival in Italien (Saviano/ Napoli) ihre LUFTMEDUSEN schon einmal probefliegen, bevor sie jetzt auch in Düsseldorf landen und auf fluoreszierenden Tuschezeichnungen im Halbdunkel des Foyers weiterleuchten werden …! Im Innern des FFT warten zauberhafte Videoaufnahmen aus sämtlichen Aquarien Deutschlands, medusenaffine Lectures, Quallensalat und medusische Musikbeiträge von Verena Meis, Kathrin Dreckmann, Phillip Schulze und Anderen. Eintritt beträgt 10 € bzw. es gilt das Ticket für die „Lange Nacht der Museen“ für 14 €

 

Nacht der Museen | Samstag, 09. April 2016 | ab 19 Uhr | FFT Kammerspiele | Jahnstrasse 3 | Düsseldorf