Berlin (2000)

Fundus für Straßenaktionen in Berlin

Das Künstlerbuch Berlin (2000) ist wie sein Pendant Napoli (1999) ein komplett übermaltes Justizministerialblatt von 1900, das zahlreiche Zeichnungen enthält, die als Fundus für Ristows urbane Interventionen „Die agitatorische Zeichnung“ in Neapel und Berlin dienen.  Monatlich veröffentlicht Ristow im Laufe des Jahres 2000 an den seinerzeit noch stark von der Kommunikation über die Wände der Stadt geprägten Orten Herrmannplatz und Käthe-Kollwitz-Platz im (ehemaligen) Osten und (ehemaligen) Westen Berlins einzelne Motive in 400er Auflage. Der Prozeß des Auftauchens und Verschwindens der Motive wird in einer weiteren Edition mit SW-Fotografien dokumentiert. Der neapolitanische Künstlerphilosoph Luigi (LUCA) Castellano schreibt einen kommentierenden Text. Das Künstlerbuch mit den Originalzeichnungen ist in Düsseldorfer Privatbesitz und wird hier erstmalig im Überblick veröffentlicht.

 

Tinte, Bleistift auf übermaltem Justizministerialblatt von 1900 | 80 Doppelseiten | 35 x 30 x 4 cm | 2000 | Privatbesitz Düsseldorf

uomini veri | Wahre Männer (2000)

Die einzig wahre Männersammlung

Mit der Edition „uomini veri“ beginnt Ristows Männersammlung mit Christusdarstellungen und anderen Formen männlicher Gelöstheit virulent zu werden. Es ist zudem ihre erste Zusammenarbeit mit den beiden Editeuren Vittorio Avella und Antonio Sgambati, der Edition „Il Laboratorio“ in Nola/ Napoli, mit der sie inder Folge eine langfristige Kooperation aufbaut. In den kommenden Jahren entstehen thematisch ähnliche Motivsammlungen wie „displaced body“ und das „Adonis Depot“. Auch Werke jüngeren Datums wie „Pure Content“ oder „Sleeper“ sind aus diesem frühen Mappenwerk hervorgegangen.

 
uomini veri |2000 | 10 Radierungen mit Siebdruckinterventionen |26 x 29 cm | 30er Auflage | Il Laboratorio Nola/Napoli

Innerer Dialog (1999)

Hommage an Neapel als Liebesbrief

Die kleine Mappe „Innerer Dialog“ verdankt ihren Titel einer Abwandlung des „inneren Monologs“ als literarisches Stilmittel. Bei den fünfzehn roten Farbradierungen handelt es sich um eine Hommage an die „Anime del Purgatorio“, die in der Altstadt Neapels in vielen kleinen Schreinen gepflegten „Seelen im Fegefeuer“, um eine erste künstlerische Begegnung mit dem Vesuv, Pompeiji und dem „Rosso pompeiano“ und um einen zum Mappenwerk herangereiften Liebesbrief (an variable Liebhaber).

 

Innerer Dialog | 15 rote Radierungen | 20 x 29 cm | 30er Auflage

Bestellungen an bildnerei@susanneristow.com

Madrid (1992) | Künstlerbuch

1991/ 92 hat Susanne Ristow neun Monate lang in Madrid gelebt und gearbeitet, in dieser Zeit entsteht das vorliegende Künstlerbuch als Essenz ihrer Tätigkeit vor Ort. Künftig sind übermalte Bücher immer Ideenspeicher und Fundus für großformatige Werke.

 

 

Madrid | 1991-92 | übermaltes antiquarisches Buch aus Paris | 260 Seiten | 20 x 16 cm | Unikat | Preis auf Anfrage

Evangelische Stadtakademie

Die Evangelische Stadtakademie  ist eine Einrichtung kirchlicher Erwachsenenbildung im Herzen Düsseldorfs. Die Akademie versteht sich als offenes Forum, das Begegnungen zwischen Menschen ermöglicht und fördert. Seminare, Symposien, Workshops zu Fragen der Religion, Kultur und Gesellschaft eröffnen Räume zum Dialog mit den Referentinnen und Referenten verschiedener Fachgebiete. Neben reglmäßigen Veranstaltungen innerhalb der „Akademie am Morgen“  hält Susanne Ristow auch auch Impulsvorträge (z. B. bei der Landessynode) und bietet diverse Exkursionen in Museen der Region an.

CAPRIBATTERIE e. V. | Kunsttransfer Düsseldorf – Neapel

CAPRIBATTERIE e. V. wurde von Martin Bochynek und Susanne Ristow gemeinsam mit guten Freunden 2006 initiiert und bestreitet seither mit minimalen finanziellen und maximalen künstlerischen Mitteln den Austausch zwischen Düsseldorf und Neapel. Zwischen 2010 und 2013 ruhte das Projekt, da Ristow ständig in China und anderswo unterwegs war, seit 2014 veranstaltet der „Off-Raum ohne Raum“ auch Ausstellungen wie „Drei Engel für Capri“ in der vereinseigenen „CAPRI GARAGE“ – alles Gute kommt aus der Garage!

Kooperationspartner | Kitas und Kindergärten (Liste)

Susanne Ristow hat seit 1997 mit unzähligen Gruppen aus Kitas und Kindergärten im Museum gearbeitet. Seit 2008 bietet sie auch kontinuierliche frühpädagogische Angebote an und hat aus den Erfahrungen in Einrichtungen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten einen unerschöpflichen Fundus an Themen, Ideen und Anregungen gewonnen. Sie hat zahlreiche Konzepte, Veranstaltungsprogramme und Spielideen für kleine Kinder in Museen und Kulturinstitutionen entwickelt. Ihre Kunstprojekte in den Kitas oder mit Kindern und Erziehern im Museum verstehen sich immer auch als Fortbildungsmöglichkeit für die Erzieher, die bei dieser Gelegenheit neue Methoden und Freiräume im Umgang mit Kindern und Kunst kennenlernen.

In folgenden Einrichtungen in Düsseldorf hat Susanne Ristow langfristige Kooperationsprojekte geleitet:

Städtische Kindertagesstätte Marie-Curie-Strasse | D-Gerresheim

Städtische Kita und Familienzentrum Gustav-Kneist-Weg | D-Gerresheim

Kindergarteninitiative Derendorf e. V. (Kita Annastrasse) | D-Derendorf

Kindertagesstätte Plenty 4 Pänz | D-Urdenbach

DRK Kindertageseinrichtung Düsselfüchse | D-Düsseltal

Elterninitiative Sieben Zwerge e. V. | D-Zentrum

Elterninitiative Vorstadtkrokodile e. V. | D-Grafenberg

Städtische Kita Aloy-Odenthal-Platz | D- Gerresheim

Elterninitiative Villa Kunterbunt e. V.  | D-Gerresheim

Motopädische Kita Tapsi | D-Zentrum

Kita Kleine Freiheit e. V. | D-Flingern

Das Fazit beteiligter Erzieherinnen: Wiederholung ist immer wichtig in diesem Alter, die Kinder freuen sich, wenn sie das Museum oder die Mitarbeiter wiedererkennen, der Kunstbegriff ist ja wirklich sehr weit gefaßt für die, ihrer Meinung nach produzieren sie den ganzen Tag Kunst! Da ist es wichtig, unterscheiden zu können.

Durch solche Projekt bekommen die Kinder Impulse, die in ihrem Leben zu Hause keine Rolle spielen. Da geht es oft nur ums Geldverdienen, rein materielle Geschenke sind die Regel, es wird wenig über andere Dinge gesprochen, nur ganz selten etwas selbst gemacht oder gebaut. Alles ist sehr stark auf Konsum ausgerichtet, da werden die Kinder mit der neuesten Playstation oder Mamas Smartphone eher vertraut als mit der Kultur des Landes, in dem sie leben.

Wir wünschen uns einen engen persönlichen Kontakt mit den Kooperationspartnern, um sich direkt auszutauschen über Ideen und neue Möglichkeiten, Kindern den Zugang zu Kunst und Kultur zu öffnen.

Druck | Werkstatt

Ristow sieht ihre Arbeit immer aus der handwerklichen Perspektive der professionellen Druckgrafikerin. Die Druckwerkstatt ist auch für kleine Kinder die erste Möglichkeit, die Produktion von Bildern im größeren Zusammenhang zu erproben – völlig unabhängig von den altersbedingten technischen Fähigkeiten entsteht beim Drucken immer eine eigene Bildwelt und die Kinder lernen die Werkstatt als Keimzelle handwerklicher Arbeit kennen.

Pianoman (1991) | Künstlerbuch

Ristows Buch „Pianoman“ entsteht während des Studiums bei Prof. Roland Dörfler an der HBK Braunschweig zusammen mit ersten druckgraphischen Zyklen und weiteren Übermalungen antiquarischer Bücher. Als erstes noch erhaltenes Künstlerbuch der Künstlerin stellt diese Übermalung einer Partitur den Anfang einer langen Reihe von Buchprojekten, Serien, Filmen und zyklischen Installationen dar, die wiederum ähnlich wie Bücher oder Kartenspiele funktionieren.

 

Pianoman | 1991 | übermalte Partitur | 24 Seiten| 30 x 21 cm | Unikat | Preis auf Anfrage