Argentinien

Kunstvermittlungsseminar im Jesuitenkloster

Eine besonders anregende Umgebung für ein weiteres Seminar im Auftrag des Goethe Instituts zu viralen Methoden der Kunstvermittlung stellt das ehemalige Jesuitenkolleg von Cordoba in Argentinien dar. Auch hier entstehen witzige wie ernsthafte Einfälle für die Praxis im Alltag der Museumspädagogik in unterschiedlichsten Museumsformen. Am Ende des Seminars ist das gesamte Gebäude viral erfaßt und die Teilnehmer haben sich gegenseitig mit innovativen Ideen angesteckt.

Peru

Große Unterschiede bei der Kunstvermittlung

Peru ist ein Land der großen Unterschiede. Anders als in Argentinien, Kolumbien oder Bolivien entsteht hier kaum der Eindruck, daß kulturelle Bildung als gesamtgesellschaftliches Projekt verstanden wird. In Privatmuseen und einigen besonders gut ausgestatteten staatlichen Museen werden zwar sehr gute Kulturvermittlungsangebote gemacht, es entsteht aber nicht der Eindruck, daß es einen politischen Willen gäbe, möglichst viele Menschen, oder gar alle Kinder und Jugendlichen daran teilhaben zu lassen. Kulturelle Bildung bleibt ein Privileg für die Gruppen, die sich den Eintritt in die jeweiligen Einrichtungen leisten können. Das Seminar, für das Susanne Ristow vom Goethe Institut Lima eingeladen wird, beschäftigt sich mit Fragen der weiteren Verbreitung von Vermittlungsideen und mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis der Museumspädagogik, dafür wird wiederum das Bild des Virus in einem gemeinschaftlichen Workshop mit Museumsmitarbeitern und Pädagogen aus ganz Peru eingesetzt.

Italien

Italien als Schlüssel zur europäischen Kultur

Susanne Ristow ist seit ihrem Studium bei dem in Rom lebenden griechischen Künstler Jannis Kounellis ein sehr intensives Verhältnis zu Italien und seinem griechisch-römischen Untergrund eingegangen. Durch ein Graduiertenstipendium des DAAD in Neapel hat sie von 1998-2000 die Gelegenheit, länger dort zu leben und arbeiten, es folgen Erwerbstätigkeiten als  Kulturvermittlerin für das Museo Capodimonte und für Studiosusreisen am Golf von Neapel sowie zahlreiche eigene Ausstellungen, so daß die Künstlerin jedes Jahr mehrmals in Italien ist. Kunstvermittlung ist in diesem Land einerseits eine Selbstverständlichkeit, andererseits gibt es enorme logistische Probleme. Ristows wichtigste Lehre aus den italienischen Jahren ist und bleibt die neapolitanische Kunst, sich unter jeglichen Umständen zurechzufinden: L´Arte d´anrrangiarse, zu der Einfallsreichtum und Forschergeist, Mut und Demut gleichermaßen gehören, denn alles ist, wie es der „Tuffatore“ von Paestum zeigt, nur ein Übergang.

Evangelisches Schulreferat

How Luther went viral, so lautete der Titel eines Artikels des englischen Journalisten Tom Standage anläßlich des „Arabischen Frühlings“ und der Relevanz sozialer Netzwerke. Aus dem Gespräch über diese Formulierung ergab für Susanne Ristow ein ökumenisches Projekt zur Kirchenpädagogik mit Fr. Yvonne Stegmann vom evangelischen Schulreferat, dem sie in Lectures, Seminaren und Diskussionen verbunden bleibt.

National Museum China | Beijing

Innovative Kunstvermittlung am NMC | Beijing

Das National Museum China (NMC) am Tiananmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens) ist das flächengrößte Museum der Welt an einem politisch besetzten Ort. 2010 – 2012 arbeitet Susanne Ristow als Beraterin für Kunstvermittlung in einem Kooperationsprojekt des Goethe Instituts Beijing mit dem Chinesischen Nationalmuseums anläßlich der auch in Deutschland vieldiskutierten Austellung „Kunst der Aufklärung“. Sie entwickelt gemeinsam mit den chinesischen Kollegen vom NMC und GI eine neuartige Plattform für die Museumsbesucher aller Ausstellungen des Museums, das „BesucherLabor“. Als eingängiges Bild für die Vemittlungsarbeit im idealen Museum dient ihr das chinesische Parkleben.

 

 

Interdisziplinäre Forschung

Promotionsstipendium Andrea von Braun Stiftung

Interdisziplinäres Forschungsvorhaben in Medien- und Kulturwissenschaften: Zum Sommersemester 2016 wird Susanne Ristow für zwei Jahre Promotionsstipendiatin der Andrea von Braun Stiftung. Diese Anerkennung ihrer kulturvirologischen Studien schafft wichtige Freiräume für weitere virale Potentiale in Kunst, Medien und Kunstvermittlung.

Infectious Basterds

31. Oktober bis 13. November 2014

Die Ausstellung in den Kunsthallen in der Rottstraße in Bochum bietet auf Einladung des Kurators Georg Mallitz die Gelegenheit, erstmals neben der erprobten kulturvirologischen Performanceplattform und einem Konvolut von Zeichnungen, Wandarbeiten, Bildern und Leuchtkästen auch die Installation „Sleeper“ zu zeigen. Die Arbeit wurde ursprünglich für die Teilnahme an der Biennale von Usbekistan geplant, zu der Ristow bei ihrem Besuch in Taschkent 2011 aufgefordert wurde. Leider kam es aus politischen Gründen nicht zur Realisierung dieses Entwurfes, der die Projektion von Zeichnungen, Fotos und Collagen schlafender Männer auf ein Target vorsieht. In den Kunsthallen Rottstraße wird die ursprüngliche Fassung der Arbeit durch eine Wandzeichnung in Kohle, den Frakturschriftzug „Ruhe!“ und eine durch Neonlicht schwebende Kirchenbank sowie eine eigens für diesen Zweck angefertigte Lampe in Virenform mit dem Filmzitat „The world is Yours“ ergänzt.

Salerno | Museo Archeologico

Im September 2014 waren im Museo Provinciale Salerno Zeichnungen, Graphiken und Filme von Susanne Ristow sowie die in Kooperation mit dem Editeur Vittorio Avella (Il Laboratorio, Nola/Napoli) gedruckte Edition „Cinacittà“ zu sehen. Bei der Eröffnung sprach der neapolitanische Dichter Mimmo Grasso und Susanne Ristow lud in einer Publikumsaktion zum Einsatz von Kunst-Viren ein. Die Einladung erfolgte durch Prof. Alfonso Amendola und die Ausstellung wurde kuratiert von Veronika Vignola. Link zum Beitrag in der Zeitschrift Tags

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