Medusische Sphären in der Langen Nacht der Museen | Düsseldorf

Medusische Sphären

Zur „Langen Nacht der Museen“ wird Susanne Ristow vom Qualleninstitut Düsseldorf eingeladen, eine wundervolle Veranstaltung im FFT Kammerspiele mitzugestalten. Vom Qualleninstitut inspiriert läßt Ristow beim Kunstfestival in Italien (Saviano/ Napoli) ihre LUFTMEDUSEN schon einmal probefliegen, bevor sie jetzt auch in Düsseldorf landen und auf fluoreszierenden Tuschezeichnungen im Halbdunkel des Foyers weiterleuchten werden …! Im Innern des FFT warten zauberhafte Videoaufnahmen aus sämtlichen Aquarien Deutschlands, medusenaffine Lectures, Quallensalat und medusische Musikbeiträge von Verena Meis, Kathrin Dreckmann, Phillip Schulze und Anderen. Eintritt beträgt 10 € bzw. es gilt das Ticket für die „Lange Nacht der Museen“ für 14 €

 

Nacht der Museen | Samstag, 09. April 2016 | ab 19 Uhr | FFT Kammerspiele | Jahnstrasse 3 | Düsseldorf

XXI Festa della Liberazione del Merlo Maschio

20. 3. 2016 Saviano | Napoli

Das internationale Fest zur Befreiung der männlichen Amsel (Festa della Liberazione del Merlo Maschio), wurde 1996 von den  Editeuren Antonio Sgambati und Vittorio Avella erstmalig als partizipatives Kunstfestival zum Frühlingsanfang veranstaltet. Die an den Volksfesten der Region orientierte Veranstaltung, zu der Künstler und Kunstinteressierte aus aller Welt ebenso wie Poeten und Performer der Region und neugieriges Publikum aus dem kleinen Ort am Fuße des Vesuvs gleichermaßen strömen, ist inzwischen Kult und aufmerksame Besucher der Kleinstadt bei Nola finden sogar einen „Vicolo del Merlo Maschio (XX sec.)“ unter den Beschilderungen der Sehenwürdigkeiten des Ortes…….

 

Susanne Ristow ist seit 1998 in das Fest involviert und nimmt mit neuen Editionen, Filmen und performativen Auftritten daran teil. Im Jahr 2016 hat sie dem Hof des antiken Palazzo, in dem das Fest inzwischen stattfindet, die Anmutung einer Unterwasserlandschaft verliehen, in dem sie zahlreiche Medusen über dem Festplatz aufsteigen lassen hat. Der nolanische Dichter Nino Velotti hat dieser interaktiven Installation, die von den Besuchern des Festes auf und abgebaut wurde, das Sonett MEDUSE D´ARIA (per Susanne Ristow) gewidmet:

Come le ombre al tramonto le giornate
si allungano: così penso a meduse
d’aria fluttuare sopra le vallate,
gelatinose nubi d’acque sfuse,

tentacolari ombrelli, sfere alate
di veleni mortali in corpo infuse,
trasparenti minacce liberate
nel vento, sì immortali alte meduse…

Se fosse nata in cielo sulla terra
la vita, entità reali l’avrei viste,
palloncini fuggiti enormi in fili

dall’incubo di un bimbo per la serra
eterea su città acquari, impreviste
e urticanti beltà primaverili.

MEDUSEN DER LÜFTE (für Susanne Ristow)

Gleich Schatten zur Dämmerung verlängern sich
derzeit die Tage: Geradeso denk´ ich mir luftige
Quallen weit über die Täler schwebend
in gallertartigen Wolken gelöster Flüssigkeiten,

beschirmte Tentakel, geflügelte Sphären,
voll tödlicher Gifte in zerflossenen Körpern,
transparent ihre Drohungen frei nun
im Winde, ja unsterblich hohe Medusen…

Wäre das Leben im Himmel auf Erden geboren,
dem kindlichen Albtraum einer Luftglocke
über Aquarienstädten entkommen,

hätte ich wirkliche Wesen gesehen als
Flüchtlinge, enorme Ballons in Fäden verstrickt,
plötzlich und ätzend in frühlingshafter Pracht.

Schatten | Theater

Licht und Schatten sind ein großes Thema in der Kunst, aber auch in der Filmkunst und allem, was es „seit die Bilder laufen lernten“ an bemerkenswerten medialen Neuerungen gibt. Daher ist die Beschäftigung mit Schattenwelten für Kinder ebenso interessant wie für unsere antiken Vorfahren und kann auf vielfältige Weise zu erstaunlichsten Bewegungsspielen ausgebaut werden, die ganz nebenbei zu Medienkompetenz und aufmerksamem Umgang mit inszenierten Schattenbildern führen können.

NRW-Forum | Düsseldorf

Seit der ersten Quadriennale 2006 kooperiert Susanne Ristow regelmäßig anläßlich bestimmter Themenausstellungen mit dem NRW-Forum Düsseldorf, wo in jüngster Zeit der Schwerpunkt auf innovative Ideen aus Medien und Internet gelegt wird. Zur Ausstellung „China 8“ (2015) hat sie in Kooperation mit dem Konfuziusinstitut Düsseldorf ein Vermittlungskonzept für das Museum konzipiert und realisiert. Flyer Chinaprogramm 2015

An der Veranstaltungsreihe 1UP hat Ristow mit einer Lecture|Performance mit dem Titel „Der Wäschereport. Exklusive Hüllen aus Neapel, Beijing und Duisburg-Marxloh“ teilgenommen. Programm 1UP 2015

 

 

 

Capri Garage | Virale Preview

Virale Preview beim Quadriennalebeitrag
„Another Place/Another Space/Together“

Ausstellung im Leeschenhof (Ex-Toom-Baumarkt) Oberbilker Allee 51 Düsseldorf 24. 5. – 11. 6. 2014 präsentiert von Karl Heinz Rummeny und Alex Wissel

Auf der viralen Performanceplattform diskutiert Susanne Ristow lebhaft mit den Ausstellungsbesuchern künstlerische und mikrobiologische Inhalte vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in Japan, China und Duisburg-Marxloh.

Fotos: Martin Bochynek 2014

Cinacittà | Der Wäschereport

Hybridformen von Lendentüchern, Braut- und Kopftuchmoden aus Neapel, Bejing und Duisburg-Marxloh

Seit ihrer Rückkehr aus Italien ist Ristows Lendentuchkollektion stetig angewachsen und hat mit transkulturellen Interventionen in China einen neuen Impuls erfahren: Als Verbindungsglied zwischen den Velationen und Revelationen des Christentums erweist sich nach eingehender Beschäftigung mit chinesischen Brautmoden die Vielfalt der Kopftuch- und Brautmoden auf der Weseler Straße in Duisburg-Marxloh, unweit der 2008 fertigestellten Ditib Merkez Moschee findet die globalisierte Braut hier alles, was ihrer bräutlichen Identität zuträglich ist. Zahlreiche Lecture-Performances und Kooperationen zu diesem Thema hat Ristow seit 2011 zu einem eigenen Themenkreis ausgebaut. 2015 nimmt Ristow mit dem Kurzformat „Der Wäschereport“ an einer der 1UP Veranstaltungen des NRW Forums und am Science Slam der HHU Düsseldorf teil. Video vom Science Slam Beitrag

 

 

Fotos: Blanky Timothius 2012

Adonis Depot | live

One Night Stand

Im Sommer 2009 erreichten die sommerlichen Temperaturen und die Stimmung im traditionsreichen Neuss am Rhein schon vor der alljährlichen Rheinkirmes Höchstwerte: Im Neusser Hafen gastierte das Adonis Depot, der offizielle Einlaß mit Türsteher und Hosteß währte nur eine Nacht, doch gab es noch einen zusätzlichen performativen Auftritt Susanne Ristows in ihrer Männerkollektion, der von Julia van Koolwijk kongenial fotografisch dokumentiert wurde.

Fotos: Julia van Koolwijk 2009