Dionysus Calling at Wine & Drugs Ravello

Dionysisches Raumkonzept für edle Weine und andere Rauschmittel

Am Golf von Neapel ist die pagane Tradition heidnischer Bacchanalien höchst lebendig, bei manch einem Fest mit endloser „Tamurriata“, dem antiken Tamburinklang mit Sogwirkung, werden alle Grenzen des kulinarischen und alkoholischen Genusses infinitesimal ausgedehnt, Dionysus Calling! Eine Konzentration dionysischer Qualitäten findet sich im erstklassigen Weingeschäft „Wine & Drugs“, Zentrum besonderer Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen aus aller Welt im über den Wolken gelegenen Ravello an der Amalfiküste. In Kooperation mit dem neapolitanischen „Cartapestaio“ Claudio Cuomo, der das barocke Handwerk künstlerischen Papiermachés beherrscht, hat Susanne Ristow für „Wine & Drugs“ eine ganz spezielle Raumgestaltung geschaffen in Anlehnung an den antiken Brauch, Peperoni und andere Hörner als dionysisches Apotropaion „Il Corno“ einzusetzen. Non è vero, ma ci credo – Es ist nicht wahr, aber ich glaube daran, sagt man in Neapel. Doch sollte auch an die Warnung der Kunstwissenschaftlerin Camille Paglia erinnert werden: The dionisic is no picnic.

 

Vorsicht, ansteckend! Experimente mit Bildern

Museum Kunstpalast Düsseldorf

9. 1. – 12. 3. 2017

Wie entstehen neue Ideen und wie werden sie weitergegeben? Wie verbreiten sich Bilder und Informationen in den Medien? Warum ist ein Computervirus so ansteckend?

In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Susanne Ristow wird in dieser Aktion das Eigenleben von Kunstwerken erforscht. Im kunstvirologischen Prozeß wird mit Mutationen und Rekombinationen von Bildern und Ideen experimentiert. Mithilfe vielfacher Kopien von Exponaten im collagierten Mix mit anderem Bildmaterial und eigenen Informationen entsteht eine ständig wachsende raumgreifende Installation, die sich möglicherweise vom Museum in den urbanen Raum und in das Internet ausbreitet. Auch Schulen können zum Ort der kaum kontrollierbaren Ansteckung werden. Alle sind eingeladen, unter #museumsatelier #kunstpalast auch in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden.

Di, 7. 2. 15 h FORUM KUNST Susanne Ristow im performativen  Künstlergespräch

SO, 12. 3. 15 – 17 h FINISSAGE

 

Amalfikeramik

Zeit für Alles

Zwischen dem Schreibtisch im Treppendorf Pontone mit Blick auf Amalfi und der Keramikwerkstatt im ältesten Ort der Amalfiküste Scala liegen ca. 800 Treppenstufen, dagegen erscheinen die 600 Stufen abwärts zum Hafen von Amalfi ein Kinderspiel, beides ist so motivierend, daß es wochenlang zu Fuß hin und her geht…..ab und zu ein Abstecher zu den Freunden in Ravello, Ausstellungsbesuche in Neapel und die Besprechungen zur neuen Medusen-Edition bei Vittorio Avella in Nola, der Stadt Giordano Brunos.

Lektüre „Le Persone e le cose“ von Roberto Esposito, die Gesellschaft guter Freunde, hellenische Rebsorten, einfaches köstliches Essen und immer wieder Experimente mit der Alchemie der Keramik. Leben, wie es sein soll. Grazie, amici! Siete grandi!

 

 

 

 

Grüne Energie (2014) | Edition

Doppelter Transfer

Die Edition Grüne Energie erschien als Ergebnis eines Kultur- und Medientransfers, der sich Susanne Ristow bei ihrem Besuch in Japan 2013 geradezu aufgedrängt hatte: Japanische Kollegen waren fest davon überzeugt, im Protagonisten eines postmodernen Sciencefiction-Epos den japanischen Dichter Kukai zu erkennen. Ristow greift diesen verblüffenden Transfer auf und druckt für ihre neue Edition Kalligraphien von Kukai auf Goldgrund und kombiniert diese mit smaragdgrünen Farbradierungen Master Yodas aus den Star Wars-Filmen. Zusätzlich entstehen etliche Bleistiftzeichnungen in einem Skizzenbuch.  Edition Grüne Energie als PDF

Grüne Energie | 2014 | 10 Farbradierungen mit 10 japanischen Kalligraphien von Kukai | 20 x 25 cm | 30er Auflage | Druckwerkstatt Gerresheim

Kunstpalast | Düsseldorf

In der Wunderkammer

Der Kunstpalast ist ein Museum, dem man seine Herkunft aus einer barocken Wunderkammer (zum Glück) noch heute anmerkt. Zudem ist es mit seiner Sammlung der Geschichte der Düsseldorfer Kunstakademie innigst verbunden und bietet ein so breites Angebot an unterschiedlichsten Themen der Kunst- und Kulturgeschichte, daß auch nach langjähriger Kooperation immer wieder aktuelle Fragen und neue Erkenntnisse die Arbeit mit den Besuchern bereichern und beleben.

Informationen zum aktuellen Programm, Kursen und Führungen https://www.kunstpalast.de/